Drei Gastronomie-Azubis für drei Wochen zum Praktikum in Kendal

Viel gelernt, probiert und gesehen - „Nur zu empfehlen“

Rinteln/Kendal. Im März haben Leon Schubert, Sebastian Schmidt und Gerrit Klenke von der Berufsfachschule Gastronomie in Hameln eine Auslandsreise gesponsert bekommen und durften England kennenlernen. „Die Reise begann am 9. und endete am 31.03.17“, teilt Klende mit. „Wir waren in einem privatem Haushalt untergebracht, der einzelne Zimmer zur Vermietung freigibt. Die Schule, die wir besuchten, nennt sich Kendal College und ist eine der besten Schulen, die es dort gibt. Sie spezialisiert sich auf Küchenberufe, Haushaltsarbeit, Tierauffangstellen, Techniker, Elektroniker, Tischler und Kosmetik.“
Klenke berichtet weiter: „Wir drei waren im Küchenbereich tätig: Leon im Service, Sebastian und Gerrit in der Küche. Der Tag begann immer um acht Uhr morgens und endete im Regelfall gegen 16 Uhr. Morgens haben sich alle eingetroffen in der Küche, und das Menü des Tages wurde durchgesprochen. Das bedeutet, dass der Service auch in der Küche war. Jeder musste wissen, was es für die Gäste zu essen und trinken gab. Danach wurden die einzelnen Aufgaben verteilt. Es wurden Zweierteams gebildet, und jeder hatte einen Aspekt zu erledigen von dem Menü.
Das Restaurant der Schule hat vier Tage die Woche geöffnet. Es kann Mittags gespeist und Abends gespeist werden. Mittags ging das Essen um 13 Uhr los, das heißt, man hat von 8.30 Uhr an Zeit sich vorzubereiten. Von 13 Uhr bis 14 Uhr werden die Essen geschickt, danach wird geputzt und es geht in die Pause. Der Abendservice fing meistens gegen 18.30 Uhr an, dafür gehen die Vorbereitungszeiten um 16 Uhr los. Im Abendservice kann man schon mal bis 22 Uhr dagewesen sein, doch man hat viel gelernt und durfte alles probieren. In der Zeit, die wir da waren, durften wir an drei Events teilnehmen, wo die Schule immer volles Haus hatte. Volles Haus bedeutet um die 200 Gäste. Die Schule hat von dem Geld, das sie durch ihr Restaurant einnimmt und durch solche speziellen Events, viel Gutes getan. Sie spendet für wohltätige Zwecke oder bezahlt für ihre Schüler Auslandsreisen nach Amerika, Deutschland oder Thailand. Eigentlich dürfen die Schüler an jeden Ort, den es gibt. Dazu haben sie auch noch die Möglichkeit, mit selbstgebacken Keksen, Kuchen, etc. Geld für die Schule zu verdienen, um spezielle Vorzüge zu genießen.
Die Ausbildung als Koch in England ist eigentlich gleich wie in Deutschland. Man kann entweder auf ein College gehen wie in Kendal, wo man die Wahl hat, drei Jahre zu lernen, oder man lernt volle fünf Jahre an dieser Schule. Wenn man auf so eine Schule geht, ist man Vollzeit auf der Schule. Es gibt aber auch das Duale System, bei dem man ein bis drei Tage Schule hat und den Rest arbeitet.
Kendal war für uns ein kleines idyllisches Städtchen, die Leute dort zeigten sich nett und hilfsbereit. Es gab zwar für uns nicht so viel zu sehen in Kendal, doch die Natur war dafür umso besser. Es gab überall Grün Orte, man konnte eine Runde joggen gehen oder in den Bergen laufen. Oder man fuhr an die Küste, um ein bisschen Meer zu genießen. In Kendal kann man eigentlich überall essen gehen. Wir haben sehr viel probiert, und uns hat auch viel geschmeckt von den englischen Traditionsgerichten.“
Das Fazit der Drei ist positiv, so Klenke: „Wir waren sehr zufrieden mit der Reise, die wir hinter uns gelegt haben. Wir konnten viel lernen, probieren, sehen und uns einprägen. Durch die Schule hat man so viele Abläufe kennengelernt, die in einem Betrieb zu oft falsch laufen. Darum können wir anderen Schülern nur sagen: Wenn Ihr eine Chance habt, ins Ausland zu gehen, dann tut es. Ihr könnt nur etwas für euch mitnehmen. Die Schule in Kendal können wir nur für jeden empfehlen.“