Bereits die ersten Freunde gefunden

Die Studentenreporterinnen Nicola Müller und Doreen Stapel unterhalten sich mit Jakub Staskiewicz, einem Sommeruni-Teilnehmer aus Polen.

Die Studentenreporterinnen Nicola Müller und Doreen Stapel unterhalten sich mit Jakub Staskiewicz, einem Sommeruni-Teilnehmer aus Polen.

Rinteln. Im Urlaub oder bei Städtetrips kann jeder neue Leute kennenlernen. Besonders interessant wird es, wenn man auf anderssprachige Menschen aus verschiedenen Kulturen trifft, denn diese haben meist einiges zu erzählen. Wer möchte nicht erfahren, warum sie ausgerechnet nach Rinteln gekommen sind?

Unter anderem fanden zwei gesprächige Polinnen aus Slawno, einer Partnerstadt Rintelns, den Weg zur Sommeruni. Empfohlen wurde Kasia Stachowiak und Aleksandra Cieplik diese informative Veranstaltung von einer engagierten Frau aus Polen, die in Deutschland sesshaft ist.

Die beiden 17-Jährigen wollen in Rinteln ihre Sprachkenntnisse in Deutsch verbessern, sind jedoch nicht das erste Mal in Deutschland: „Ich habe schon mal einen Austausch für eine Woche gemacht“, erzählte Aleksandra. Und auch Kasia ist schon einmal im Heide-Park Soltau gewesen. „Freunde haben wir auch schon gefunden!“ Als Unterschied zu ihrer Heimat nannten sie spontan die gepflegten Häuser Rintelns und das brütend heiße Sommerwetter. Bei der Frage, ob ihnen schon etwas Besonderes passiert sei, meinten sie nur kichernd: „Etwas Verrücktes ist uns auch schon passiert!“ Doch wollten sie das nicht genauer erläutern.

Zusammen mit zwei polnischen Mitschülern sind Kasia und Aleksandra bereits am Donnerstag letzter Woche mit dem Bus von Slawno nach Berlin gefahren, dort in einen Bus nach Hannover umgestiegen, wo sie nachts um vier Uhr eintrafen und abgeholt wurden. Das Quartett wohnte zunächst bis Samstag bei Roza Koczewski, der Beigeordneten für Slawno im Rintelner Verein für Städtepartnerschaften.

Auch Milen Yotov aus Bulgarien nimmt an der Sommeruni teil. Seine Mutter lud ihn nach Deutschland ein und schlug ihm die Teilnahme vor. Dem 17-Jährigen würden hier die Menschen, die Umgebung und der Lebensstandard gut gefallen. Spaß bei den Vorlesungen hatte er auch, jedoch meinte er, dass dies immer von den Vorlesungen abhängig sei.

Eine Vertreterin Englands ist Mary Ormerod, die aus Rintelns Partnerstadt Kendal kommt. Da sie vor allem im Fach Deutsch ihren Abschluss machen wird, sei die Sommeruni der perfekte Ort, um den eigenen Wortschatz zu erweitern. Denn man lerne in Rinteln viele nette Leute kennen.

Auch sie war schon öfter in Deutschland. „Es ist schwierig sofort alles zu verstehen“, verrät sie. Allerdings mache dies alles noch viel interessanter. Zwischen England und Deutschland würden einige kulturelle Unterschiede herrschen. Beispielsweise falle das Abendessen etwas größer aus, das Mittagessen beinhalte dagegen eher einen kleineren Snack. Laut Mary gibt es hier leckeres Eis und das Wetter sei auch gut.