Neue Stelen – neue Standorte

Aus Richtung Fülme/Eisbergen soll eine Stele statt des Schildes kommen, und zwar direkt vor dem Buswartehäuschen. TOL

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Rinteln. Weg mit den rostigen verwitterten Hinweisschildern auf Rintelns Städtepartnerschaften – her mit schicken Stelen. So hatte es sich der Verschönerungsverein Rinteln (VVR) vorgestellt, Bürgermeister und Partnerschaftsverein waren begeistert. Und die Spende einer inzwischen verstorbenen ehemaligen Rintelnerin sollte es auch finanziell möglich machen. Doch dann ist da ja noch die Rechtslage – und die Stelen würden im öffentlichen Bereich stehen. Sind sie zu schön und zu groß, lenken sie die Autofahrer zu sehr ab – Unfallrisiko. Das soll und darf aber nicht sein.

„Wo schneller als Tempo 50 gefahren werden darf, müssen die Stelen hinter Leitplanken stehen, die auch für den nötigen Aufprallschutz sorgen“, erläutert Marion Steding, stellvertretende Vorsitzende im VVR und in diesem Fall Projektbeauftragte. Vor diesem Hintergrund haben Steding, Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, sowie Vertreter der Stadt Rinteln noch mal alle gewünschten Standorte abgefahren. Ergebnis: Fast alle werden geändert, und an zwei Stellen wird nur das alte Schild ersetzt, kommt also keine neue Stele. Nun wird der Bauantrag eingereicht, im Herbst noch soll Baubeginn sein. „Aber wir werden nicht mehr alles in diesem Jahr schaffen, 2014 geht es weiter“, so Steding. „Der gesetzte Kostenrahmen ist nicht in Gefahr. Angebote für die Stelen liegen uns vor, aber bestellt haben wir sie noch nicht.“

Hier die Standorte im Einzelnen:

  • Friedrichswald: Aus Richtung Friedrichsburg darf schneller gefahren werden, es gibt aber keine Leitplanke. Also Schild nur erneuern.
  • Möllenbeck: Aus Richtung Elfenborn ist Tempo 100, Leitplanken fehlen, also nur Schild erneuern,
  • Möllenbeck: Aus Richtung Stemmen wird der Standort für die Stele in Richtung Klosterdorf versetzt, um mehr Abstand zum Kieswerk zu bekommen.
  • Goldbeck: Aus Richtung Bösingfeld wird der Standort für die Stele hinter das Ortseingangsschild versetzt, dort ist dann ohnehin Tempo 50.
  • Krankenhagen: Auf der Extertalstraße stadteinwärts wird der Standort für die Stele im Tempo-70-Bereich zu einer Parkbucht hin verlegt, hat dann also genug Abstand zur Fahrbahn. Da es sich dort statt der bisherigen Links- um eine Rechtskurve handelt, fährt man länger auf den Hinweis zu.
  • Gut Dankersen: Aus Richtung Fülme herrscht Tempo 70, Leitplanken fehlen. Deshalb wird der Standort für die Stele zum Buswartehäuschen hin verlegt und stärker von der Fahrbahn abgesetzt.
  • Todenmann: Bisher steht das Schild aus Richtung Kleinenbremen noch im Landkreis Minden-Lübbecke vor der Serpentinenstrecke. Der Standort für die Stele wird wesentlich weiter in Richtung Todenmann sein, nämlich da, wo bisher ein fünfsprachiges „Willkommen in Rinteln“ auf einem Schild prangt. Diese Tafel verschwindet, dafür kommt die Stele.
  • Steinbergen: Aus Richtung Luhden steht das Schild bisher vor der Autobahnbrücke, neuer Standort für die Stele wäre hinter der Brücke und vor der Steinberger Kreuzung auf einer dortigen Grünfläche.
  • Steinbergen: Aus Richtung Buchholz ist in Höhe der Steinbrucheinfahrt bereits Tempo 50, da kommt auch die Stele hin.
  • Schaumburg: Bisher steht das Schild aus Richtung Hessisch Oldendorf an der B 83 im Tempo-100-Bereich. Der neue Standort wird weiter in Richtung Sportplatz und dort hinter die Leitplanke verlegt.
  • Hohenrode: Aus Richtung Rumbeck wird der Standort bis kurz vor die Bushaltestelle verlegt. Extravorteil: Bisher führt der Weserradweg nicht am Schild vorbei, künftig dann aber an der Stele. Steding: „Und wir wenden uns mit den Hinweistafeln doch auch an die Radfahrer.“